Die Entstehung eines Mosaik Bildes

Ich möchte euch heute zeigen wie eins meiner Mosaik Bilder entsteht. Und nehme euch daher auf eine Bastelstunde mit. Heute mache ich einen Wellensittich auf einer 20x20cm Holzplatte aus Pappel.

Los gehts

Da der Wellensittich ein schwereres Motiv ist brauche ich eine Vorlage. Dafür lege ich mir das Holzbrett die Vorlage meines Motivs und das Kohlepapier zurecht. Danach klebe ich mit Tixo das Kohlepapier auf die Holzplatte. Das Motiv in diesem Fall ein Vogel wird auf das Kohlepapier gelegt bzw. auch angeklebt.

Diese Bastelarbeit beruhigt und macht den Kopf frei was gerade in dieser harten Zeit sehr wichtig ist.

Das abzeichnen

Nun kann ich mit dem Abzeichen des Motivs beginnen. Dazu nehme ich den speziellen Stift mit der kleinsten Kugel. Ich weiß leider nicht genau wie man diesen Stift nennt deshalb heißt er bei mir Paus Stift 🙂

Beim Abzeichnen muss man zum Glück nicht zu 100% genau sein da man mit Mosaiksteinen auch nicht perfekt arbeiten kann und bei kleineren Bildern noch weniger.

Nachdem nun das Vögelchen auf dem Holz abgebildet ist fängt die Arbeit erst richtig an.

Das vorlegen

Nun bereite ich mir alle Mosaiksteine vor die ich für das Motiv brauche. Ich lege die Steine bewusst vorher hin damit ich überprüfen kann ob man den Vogel gut erkennt. Bei anderen Motiven welche ich auch posten werde wird der Ablauf etwas anders sein da ich diesen Schritt auslassen kann.

Was ich mir angelernt habe ist bei Mosaik Bildern der Reihe nach zu arbeiten. Mein erstes Mosaikbild habe ich in der Mitte beim Motiv angefangen dementsprechend schaut es auch etwas „misshandelt“ aus.

Warum dieses Motiv?

Vielleicht fragt Ihr euch warum ich mir dieses Motiv ausgewählt habe?
Das erste Bild des Wellensittichs welches ich gemacht habe war ein 30×30 Bild und als Geschenk für meine quasi Schwiegermutter. Ich habe Ihr Bild bereits fertig gemacht und vor Ihrem eigentlichen Geburtstag gebracht.
Ich begab mich also zu Fuß Richtung „Schwiegermutter“ da Sie nur ca. 15 Minuten Fußmarsch entfernt wohnt. Einige denken sich jetzt bestimmt „was so nah“ ich sag ich habs nicht gewusst und als ich es erfahren habe war es zu spät – Spaß beiseite!
Ich übergab Ihr das Bild gut verpackt und mit einem Sicherheitsabstand und ging wieder fünf Minuten später klingelte das Telefon man hörte richtig wie Sie sich darüber gefreut hat.
Schön dachte ich das meine Bastelarbeit so gut ankommt! Vielleicht bist DU bald der nächste der ein Bild von mir bekommt? 🙂

Ist es ein Vogel? Ist es ein Wellensittich? Egal er ist gelungen.

Eine gute Stunde später liegt er da ein halber Vogel der auch schon so aussieht wie ein Vogel. Das gab mir natürlich Mut denn das 30×30 Bild welches ich bereits gemacht habe war um einiges einfacher als dieses die Mosaiksteine sind 1x1cm diese kann man zwar in der Hälfte teilen aber wenn man kleinere Stücke benötigt ist das eine Challenge für sich mal muss man das ein oder andere Steinchen wegschmeißen oder es zerberstet in gefühlt eine Million teile.

Der Abschluss des Vorlegens

Da der Vogel nun liegt und auch aussieht wie ein Vogel bin ich zufrieden. Bis zu diesem Status des Kunstwerkes sind ca. 2 Stunden vergangen. Mit gutem gewissen

Jetzt geht es ans eingemachte

Jetzt beginne ich mit dem Kleben der Steine auf eine neue Holzplatte dazu nehme ich den einen Stein der Vorlage runter und klebe ihn behutsam auf das neue Brett. Reihe für Reihe, stein um Stein. 30 Minuten später sind die ersten drei Reihen geklebt. Ich muss beim Kleben sehr gut aufpassen.

Stunden später…

Nach einigen Stunden später habe ich mühsam den Vogel fertig geklebt inklusive die Hälfte vom Hintergrund. Nun muss ich weil sich das Holz durch den Kleber aufbiegt etwas Schweres drauflegen und über die Nacht drauf liegen lassen.
Am nächsten Tag habe ich das Bild fertig gemacht und erneut gut trocknen lassen. Da ich mit dem Motiv weitergemacht habe ohne den Hintergrund zu machen entstanden einige Lücken welche ich schließen musste dazu nahm ich Mosaik Fugen-masse. Die Masse war schnell gemischt und aufgetragen das Endergebnis kann sich sehen lassen, wie ich finde.